Kiemenwürmer - Diskusfox

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Kiemenwürmer

Probleme Krankheiten

Kiemenwürmer gehören zu den Monogenea (Parasiten ohne Generationswechsel). Sie vermehren sich über Eier und werden 0.1 bis 1mm lang. Die Kiemenwürmer ernähren sich von Schleim und Kiemengewebe. Sie haken sich mit vier grossen und vierzehn kleinen Haken an den Kiemen der Diskus fest. Der Diskus reagiert mit einer Schleimabsonderung, was zu einer Behinderung der Atmung führt.

Ein leichter Befall von Kiemenwürmern wird von den Diskus gut vertragen und sie haben keine Beschwerden. Bei schlechter Hygiene und bei Stress wegen zu dichtem Besatz können sich die Kiemenwürmer schnell vermehren. Die daraus resultierenden äusseren Anzeichen sind, dass sich die Diskus an Einrichtunsgegenständen, an Pflanzen oder Bodengrund scheuern.

Durch die Schleimabsonderung verkleben die Kiemendeckel, was sich bei ausgewachsenen Diskus oft durch eine einseitige, beschleunigte Atmung zeigt.

Bei einem sehr starken Befall wird die Sauerstoffzufuhr derart behindert, dass die Diskus das Wasser durch die Vergrösserung der Mundhöle pumpen und schnellatmend mit abgespreizten Kiemen an der Wasseroberfläche hängen. Dies ist vorallem für Jungfische kritisch, da diese noch nicht über genügend Abwehrkräfte verfügen. Will man nicht alle Fische verlieren, ist eine Behandlung angesagt

Viele Kiemenwurmstämme sind aber bereits gegen die meisten bekannten Medikamente resistent. So reduziert eine Behandlung mit Flubenol (200 mg / 100l (5%) über 7 Tage) die Kiemenwürmer, aber eine komplette Abtötung ist nicht möglich.

Eine sichere Methode Kiemenwürmer abzutöten ist die Behandlung mit Formalin (8ml / 100l (35-40%) über 8 Stunden) danach müssen 80-90% Wasser gewechselt werden. Während der Behandlung sollte das Becken gut belüftet und die Temparatur nicht über 28°C sein.

Da man die Eier mit keinem Medikament abtöten kann, kommt es nach kurzer Zeit wieder zu einer Reinfektion. Um den Erfolg einer Kiemenwurmbehandlung zu erhöhen, führt man in der Regel drei Behandlungen im Abstand von 4-6 Tagen durch.

Hat man die Möglichkeit die Diskus in einem separaten Becken ohne Pflanzen und Bodengrund zu behandeln und setzt diese danach in ein parasitenfreies Becken zurück, benötigt es nur eine Behandlung.

Eine Medikamentenbehandlung sollte man nur dann durchführen, wenn man auch sicher ist, dass die Diskus an einem erhöhten Kiemenwurmbefall leiden. Nur eine erhöhte Atmung ist noch kein Anzeichen, da diese z.Bsp. auch das Resultat von Sauerstoffmangel oder erhöhtem Nitritwert sein kann. Eine erste Massnahme wäre Reduktion der Wassertemparatur auf 28°C und eine gute Belüftung des Becken.



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Copyright © 2001 - 20xx by Andreas Fuchs, letzte Aktualisierung 15.11.2018
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